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FL Studio leicht gemacht (Teil 2)

11. März 2010, von  Alexander Weber
Neben Cubase und Ableton Live zählt FL Studio zu den beliebtesten Sequenzern für Einsteiger. Pluspunkte sind der geringe Preis sowie das intuitive Konzept, das dem Beat-Bastler schnellen Erfolg verspricht. Im zweiten Teil des Workshops geht es um das Programmieren von Melodien.
Playlist in FL Studio (Fotos: Image Line).

1. Download & Setup

 

Zwar ist FL Studio ein kostenpflichtiges Programm, eine voll lauffähige Testversion kann man aber von der Website des Herstellers unter http://flstudio.image-line.com/ herunterladen. Nach einem Doppelklick auf den etwa 98 MB großen Installer kopiert FL Studio alle nötigen Daten und Samples in das Programm-Verzeichnis. Prüfe nach dem Start erst die Audio- und MIDI-Verbindungen. Unter "Options", "Audio Settings" sollte der Treiber deiner Audiokarte im Input-Output-Dialog ausgewählt sein.  

  

2. Neue Instrumente

 

Dank VST-Schnittstelle steht dir in FL Studio eine Fülle virtueller Instrumente zur Verfügung, von denen du dir viele kostenfrei aus dem Internet herunterladen kannst. Besuche doch einmal http://www.kvraudio.com/ und schaue dich dort etwas um. Darüber hinaus bietet auch das Programm selbst zahlreiche eigene Klangerzeuger mit. Ein neues Instrument lädst du mittels Rechtsklick, "Insert" auf eine bestehende Sequenzer-Spur.   

 

3. Instrument-Parameter


Jedes Instrument bringt, entsprechend seiner Klangerzeugung, einen eigenen Parametersatz mit. Der Analog-Synthesizer TS404 beispielsweise, der sich prima für druckvolle, knarzige Basslines einsetzen lässt, besitzt zwei Oszillatoren, ein Multimodefilter sowie verschiedene Werkzeuge zur Modulation und Klangformung. Die Instrumenten-Parameter erreichst du durch Klick auf das Instrument in der Sequenzer-Spur.    

 

4. Pianorolle

 

Der Step-Sequenzer, wie du ihn bisher kennengelernt hast, eignet sich nur zur Programmierung perkussiver Instrumente, die mit einer einzigen Tonhöhe arbeiten. Möchtest du hingegen Melodien erzeugen, nutze die Pianorollen-Ansicht des Sequenzers, die du ebenfalls durch einen Rechtsklick auf das Instrument erreichst. Öffnest du diesen Dialog zum ersten Mal, müssen wahrscheinlich die Noten erst konvertiert werden. 

  

5. Melodie programmieren

 

Nun kannst du Melodien mit der Maus einzeichnen oder direkt mit deinem MIDI-Keyboard einspielen. Zur Bearbeitung der Spur stehen dir zahlreiche Werkzeuge zum Setzen und Löschen, Verbinden oder Zerschneiden von Noten zur Verfügung. Auch verschiedene Spielweisen wie Roll oder Flam, eine Quantisierungsfunktion, ein Artikulations-Editor oder Skalierungs-Tools sind integriert. Während du im oberen Raster Tonhöhe und Notenlänge bestimmst, beeinflusst du im unteren die Anschlagstärke, Velocity genannt.     

 

6. Zufallsfolgen

 

Gerade für die Programmierung von Basslinien sind Zufallsfolgen besonders reizvoll, dienen sie doch als inspirierende Basis für eigene Bassmelodien. Klicke – bei laufendem Sequenzer – mit der rechten Maustaste auf das Instrument und wähle "Edit", "Randomize". Im Zufallsgenerator bestimmst du nun den Grundton und den Tonumfang der erzeugten Folge. Der wichtigste Parameter ist "Population". Er steuert die Anzahl der Töne und bestimmt damit gewissermaßen die Dichte der neuen Sequenz.  

 

FL Studio7. Shift-Funktion

 

FL Studio kann zwar zufällige Notenfolgen erzeugen, diese aber in keinen musikalischen Zusammenhang setzen. Es ist also gut möglich, dass der neue Bass – für sich genommen – recht groovig daherkommt, zusammen mit anderen Instrumenten, insbesondere den Drums, aber völlig daneben liegt. Für diese Fälle gibt es die Shift-Funktion, die alle Noten entsprechend dem Quantisierungsraster nach links oder rechts verschieben kann, bis die Rhythmen übereinander liegen.


Im dritten Teil der Serie geht es um Feinheiten wie das Editieren von Events (siehe weitere Artikel).

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