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Berufsfeld Medien – der spannende Weg zum Traumjob (Teil 3)

21. Mai 2010, von  Christian Einsiedel
Die Medienbranche fasziniert viele. Auch wenn Jobs im Rampenlicht ihre Schattenseiten haben, bietet die Arbeit viel Freiraum zur kreativen Selbstverwirklichung. Im dritten Teil des Workshops geht es darum, wie man anfängliche Zweifel in Zuversicht verwandelt.
Traumberuf? Irgendwas mit Medien! (Foto: Salvatore Vuono/FreeDigitalPhotos.net).

Erst der Traum, dann der Job

 

Fast jeder, der vom großen Erfolg träumt, wird anfangs belächelt. Man solle doch lieber "was Vernünftiges" machen, heißt es dann, statt "nur in einer Phantasiewelt zu leben". Aber man muss erst mal einen Traum haben, um ihn leben zu können. Träume weisen uns darauf hin, was wir wirklich wollen, und geben einen Vorgeschmack auf den Augenblick des Erfolgs. Und das motiviert: Für unsere Wünsche strengen wir uns an, selbst wenn wir nur in der Phantasie gespürt haben, wie gut sich ihre Erfüllung anfühlt. "Von Nichts kommt aber Nichts", sagen die Mahner, und auch sie haben Recht: Der Traum ist nur ein Ausgangspunkt, der Job noch sehr weit weg. Wie geht es nun weiter?  

  

Wünsche Schwarz auf Weiß

 

Die schlechte Nachricht ist: Den einen Weg zum Ziel gibt es nicht. Erfolgsgeschichten in der Branche sind so verschieden wie die Menschen, die sie erlebt haben. Aber es gibt Faktoren, die das nötige Glück wahrscheinlicher machen. Ein Erfolg versprechender zweiter Schritt ist es, den Traum konkret zu fixieren, am besten schriftlich: Was stelle ich mir vor? Wie sehe ich mich, wie fühlt es sich an, was höre, rieche, schmecke ich? Und warum gefällt mir das eigentlich, was gibt es mir?

 

Das alles aufzuschreiben, ist gar nicht so leicht. Träumen ist bequemer, weil dabei nichts schief gehen kann. Wenn es erst einmal geschrieben steht, haben wir etwas in der Hand, an dem wir Erfolg und Misserfolg messen können. Und damit kommt auch die Angst, mit der eigenen Herzensangelegenheit zu scheitern. Es lohnt sich aber, den Mut zur Wahrheit aufzubringen: Wenn wir uns ernsthaft mit unseren Wünschen auseinandersetzen, schärfen wir das Gespür dafür, wo wir wirklich hin wollen und was vielleicht doch nur Träumerei war. In diesem Moment zählt noch nicht, wie wir es später in die Tat umsetzen. Aber der Wunschzettel konkretisiert den Traum und ist ein greifbarer Beleg dafür, dass wir uns auf den Weg gemacht haben.  

   

Gehversuche und Stehvermögen

 
Wie können wir aber wissen, ob unsere Wünsche realistisch sind, ob wir gut genug sind? Da hilft kein Wunschzettel, sondern nur Ausprobieren - der Motor beim "kreativ Karriere Machen" ist nun mal das Machen. Wer wissen möchte, ob er als Moderator ankommt, findet zum Beispiel im Sportverein, in der Gemeinde oder im Jugendzentrum leicht sein erstes Publikum. Angehende Musiker können sich bei Talentwettbewerben mit anderen vergleichen, und auch das Internet bietet in Zeiten von Blogs, Foto-Communitys und "YouTube" viele Möglichkeiten für Medienschaffende, die eine erste Rückmeldung suchen.

 

Selbst wer ein paar Schritte weiter ist und bei seinen Freunden schon als kommender Superstar feststeht, sollte Kritik von Experten, Lehrern oder qualifizierten Kollegen einholen. Vielleicht tut es weh, wenn nur eine von zehn Ideen diesen Test besteht. Aber es lehrt auch, die Erwartungen einzuschätzen, die Profis an gute Arbeit stellen. Ihr Feedback zeigt uns, wo wir Potenzial haben und wie wir es herausarbeiten. Gleichzeitig bewahrt es uns vor Überheblichkeit, die in der Branche zwar oft vorkommt, aber nirgends gern gesehen wird.

 

Übertreiben sollte man die Selbstkritik aber auch nicht. Wer sich nur darauf konzentriert, was er noch nicht beherrscht, entfaltet seine Stärken nicht. Zwar ist es gerade am Anfang frustrierend, wenn Kollegen scheinbar mühelos perfekte Ergebnisse erzielen, während man selbst sich abrackert und doch nur halb so viel erreicht. Aber bei allem Realismus ist wichtig, dass man nicht zu früh aufgibt. Gerade der sprichwörtliche "Erfolg über Nacht" beruht fast immer auf jahrelanger Arbeit abseits des Rampenlichts.  

 

Das Ziel weist den Weg

 

Während man ausprobiert, Erfahrung sammelt und neue Details erfährt, kann der Traum sich verändern oder aus dem Blickfeld geraten. Damit man nicht in eine Sackgasse steuert, sollte man regelmäßig am Wunschzettel arbeiten: Was genau will ich erreichen? Bis wann? Woran merke ich, dass ich wirklich angekommen bin? Und wie werde ich mich dort fühlen?

 

Das sind andere Fragen als "Wie soll ich das nur schaffen?" oder "Wovon soll ich meine Miete bezahlen?". Zwar muss man auch darauf unterwegs Antworten finden. Aber der Wunschzettel bleibt die Grundlage, er bestimmt die Richtung, in der man vorgehen will.


Wie man auf dieser Basis seinen Weg macht, darum geht es anhand konkreter Beispiele im vierten Teil der Serie (siehe weitere Artikel).


Der Autor