Wie sieht deine Geschäftsidee aus? deinblick ist die Idee, Menschen weltweit eine Plattform für sich, ihre Werke und die Darstellung ihrer Blickwinkel zu geben. Dabei kombinieren wir Online und Print zu einer Art "Weltmagazin", dessen Autoren wir über das Internet rekrutieren - jeder kann mitmachen. Somit ist deinblick Bühne und Sprachrohr zugleich und präsentiert erstklassige Einblicke, die ein Abbild der heutigen Welt kreieren. Durch die wörtlich zu nehmende Interpretationsfreiheit entstehen im Zwei-Monate-Rhythmus zu einem vorgegebenen Motto völlig verschiedene und sehr persönliche Wort-Bild-Assoziationen. Der Fokus des Magazins liegt dabei auf Kunst, Fotografie und Reisen.
Welche Ziele verfolgst du damit? Das Ziel ist der interkulturelle Austausch, weshalb das Magazin mehrsprachig ist. Jeder Artikel erscheint in Englisch und der Landessprache der jeweiligen Autoren. Entscheidend ist dabei, dass deinblick glaubwürdige und persönliche Inhalte liefert. Deshalb ist das Magazin User-generated und somit journalistisch unabhängig.
Wie unterscheidest du dich von der Konkurrenz? Neben der Mehrsprachigkeit, die in der Form kein Magazin präsentiert, liegt der USP ganz klar im crossmedialen Ansatz. Wir bestehen im Ergebnis zwar auf den klassischen Print, um ein habtische Erlebnis zu schaffen. Wie das Magazin jedoch entsteht, das ist das einmalige. Unterschiedliche Medien und Kanäle kommen zum Einsatz, um Autoren zu gewinnen. Zusammen erarbeiten wir dann die Inhalte. Daneben bedeutet User-generated auch, dass sich das Magazin stetig weiterentwickelt; aus dem Feedback der Leserschaft heraus. Und so erscheint jede Ausgabe nicht nur zu einem neuen Thema, sondern immer auch wieder in einem neuen Look. Design und Gestaltung richten sich nach den Beiträgen, die wir erhalten und vorab nicht kennen. Spontaneität, Flexibilität und Spannung sind entscheidende Merkmale und machen deinblick zu einem sehr inspirierenden Magazin-Konzept. Ein interessanter Aspekt ist sicher auch, wie der Verlag organisiert ist. Wir sind genauso weit verteilt wie die Autoren. Die Grafikdesignerin sitzt in Bukarest, die Redakteure kommen aus Dublin, Paris und Heidelberg. Scouts für Beiträge leben in Tel Aviv, Lissabon und Berlin. Der Firmensitz und mein Büro sind hier in München.
Was hast du vorher gemacht? Ich bin heute 27, habe in Mannheim Wirtschaftsinformatik studiert und vier Jahre in München als Business Development Manager bei einem mittelständischen produzierenden Unternehmen gearbeitet. Damit war meine Stelle die Schnittmenge aus Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich dann die Idee, ein eigenes Magazin herauszubringen. Es sollte sich nicht auf ein Themengebiet beschränken, sondern zu einem vorgegebenen Motto die verschiedensten Blickwinkel aus aller Welt sammeln - und zwar möglichst authentisch. So entstand der Name deinblick. Da in einem sonst durch und durch international ausgerichteten Konzept nichts mehr auf den Ursprung hier in Deutschland hindeutet, blieb es bei der deutschen Bezeichnung.
Was treibt dich an? Grundsätzlich komme ich ja nicht aus der Verlags- und Medien-Branche, sondern sehe in Printmagazinen vielmehr eine Leidenschaft. Dieses Hobby habe ich jetzt zum Beruf gemacht, weil ich der Meinung war, dass ein solches Magazin fehlte. Nun ist der Ehrgeiz natürlich groß, deinblick als Titel weltweit zu etablieren und möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, sich daran zu beteiligen. Die neue Generation ist international vernetzt, viel auf Reisen, an fremden Kulturen interessiert. Auch und besonders, weil das Internet und die modernen Kommunikationsmittel dies auch kostengünstig ermöglichen. Daraus hat sich ein starker Drang der Mitbestimmung entwickelt. Wir wollen mitreden und uns beteiligen. Wir betrachten Kommunikation mit Unternehmen, Produkten und Marken nicht als werberische Einbahnstraße, sondern als Dialog. Diesen Trend macht deinblick zum Funktionsprinzip. Darin sehe ich die Innovation des Magazins. Print wird überleben, wenn es die anderen Medien clever nutzt. Diese Überzeugung treibt mich an!
Chris Schiebel, 27, ist Herausgeber und Chefredakteur des Magazins deinblick. Er lebt und arbeitet in München. Chris' Magazin ist exklusiv über die Website www.deinblick.com erhältlich. Hier kann man sich auch über das aktuelle Motto des kommenden Magazins ("Wanderlust", Dt. Fernweh) informieren und eigene Beiträge hochladen. Gleiches gilt für die Facebook-Seite www.facebook.com/deinblickmagazine.
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