Schritt 1: Neue Ebene und Pfad erstellen
Wie immer benötigst du ein ausdrucksstarkes Bild. Je besser dein Grundbild ist, desto besser wird auch der Effekt aussehen. Öffne dein Bild und erstelle eine neue Ebene ("Shift+Apfel+N"). Und schon geht's los. Wähle den Zeichenstift (P). Mit dem Zeichenstift werden wir einen Pfad zeichnen, auf dem später die Lichtkurve läuft. Wähle die neu erstellte Ebene an. Achte darauf, dass links oben bei den Zeichenstiftoptionen das Symbol "Pfade" in der Mitte ausgewählt ist. (BILD X01) Jetzt kannst du mit dem Zeichenstift eine möglichst schwungvolle Kurve zeichnen. Das tust du, indem du mit dem Zeichenstift einzelne Punkte setzt. Wenn du einen neuen Punkt setzt, halte die linke Maustaste gedrückt und ziehe den Mauszeiger ein wenig weiter. Wie du siehst, kannst du so richtige Kurven formen. Lass dir damit ruhig Zeit. Es braucht etwas Übung, bis man den Zeichenstift voll unter Kontrolle hat. Versuche so wenige Pfadpunkte wie möglich zu setzen, dadurch wird die Kurve geschmeidiger. Wenn du mit deiner Kurve zufrieden bist, geht's gleich fröhlich weiter.
Schritt 2: Pinsel und Farbe wählen, den Pfad nachzeichnen lassen
Jetzt lassen wir den eben erstellten Pfad von Photoshop nachzeichnen. Überprüfe, ob du die neu erstellte Ebene ausgewählt hast. Nun klicke im Werkzeugfenster auf Pinsel. Hier wählst du dir einen schmalen, aber nicht zu dünnen Pinsel mit weicher Kante. Es muss ein Pinsel mit weicher Kante sein, um den Glow-Effekt richtig zum Funkeln zu bringen. Du erkennst Pinsel mit weicher Kante an ihrem Verlauf in der Vorschau. Als Farbe solltest du Weiß wählen. Jetzt geht's rund: Um Photoshop den von dir erstellen Pfad mit dem von dir gewählten Pfad nachzeichnen zu lassen, musst du in deinem Ebenenfenster den Reiter "Pfade" wählen. Hier klickst du mit der rechten Maustaste auf den dort liegenden "Arbeitspfad" und wählst die Option "Pfadkontur füllen...". Jetzt öffnet sich ein neuer Dialog "Pfadkontur füllen". Hier musst du im Drop-Down-Menü "Pinsel auswählen" und den Haken bei "Druck simulieren" setzen. Mit OK bestätigen, und schon hast du eine formschöne Lichtkurve. Jetzt kannst du im Reiter "Pfade" im Ebenenfenster den Arbeitspfad löschen.
Schritt 3: Kurve korrigieren, Ebenen duplizieren
Nun solltest du eine Extra-Ebene mit deiner eben erstellten Kurve über deinem Bild haben. Was wir an dieser Stelle gemacht haben: Wir haben die Lichtkurve an den Stellen radiert, an denen sie über die Person auf dem Bild laufen. So erhält die Kurve eine richtige Perspektive. Zeit für den Glow-Effekt: Dupliziere die Ebene mit der Lichtkurve zweimal – das erreichst du mit einem Rechtsklick auf die Lichtkurvenebene und dann "Ebene duplizieren wählen". Wenn du das zweimal getan hast, solltest du dreimal die gleiche Lichtkurvenebene haben. Zur besseren Übersicht solltest du eine mit "Breit", "Mittel" und "Schmal" benennen. Achte darauf, dass "Schmal" ganz oben liegt und "Breit" unten. Der Hintergrund ist, dass wir die drei Ebenen für das kräftige innere Weiß der Kurve verwenden und die unteren Ebenen für einen abgestuften, weichen Glow.
Schritt 4: Schein nach außen in unterschiedlicher Größe
Endlich ist es so weit: Um die Kurve zum Glühen zu bringen, klickst du mit der rechten Maustaste auf die Ebene "Breit" und wählst dort im Menü "Fülloptionen". Klicke im linken Menü unter Stile auf "Schein nach außen". Dort achtest du darauf, dass unter "Füllmethode" "Negativ multiplizieren" gewählt ist. Stell sicher, dass die Vorschau aktiviert ist. Klicke auf das kleine Quadrat, um eine Farbe auszusuchen. Natürlich funktioniert eine grelle Farbe auf dunklem Hintergrund am besten, aber sei ruhig experimentierfreudig. Wichtig ist, dass du dir die Farbe genau merkst. Am besten du schreibst den Farbcode auf, den du im "Farbwähler"-Fenster beim Klick auf das kleine Quadrat siehst. Der Code ist der sechsstellige Buchstabensalat am unteren Rand. Wir befinden uns jetzt in der untersten Ebene, deren Aufgabe es ist, einen möglichst breiten und weichen Schein zu werfen. Deshalb solltest du die Deckkraft ein bisschen verringern aber den Regler bei "Größe" ein bisschen weiter ziehen. Leider gibt es hierfür keine festen Werte, da jedes Bild anders ist – probier einfach ein bisschen herum, behalte aber im Hinterkopf, dass die unterste Ebene einen breiten Schein werfen soll – nicht mehr. Bestätige auf OK.
Wähle nun im Ebenenfenster die Ebene "Mittel" und öffne auch dort unter Fülloptionen die Funktion "Schein nach außen". Aufgabe der Ebene "Mittel" ist es, den Übergang von breit zu schmal weicher zu gestalten, aber auch den Effekt zu verstärken. Deshalb solltest du hier auf jeden Fall die Größe kleiner ansetzen als bei der Ebene "Breit". Die Deckkraft kannst du variieren, bis ein guter Übergang sichtbar ist. Dafür solltest du ruhig die Regler ein wenig hin- und herschieben, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Wenn du zufrieden bist, bestätige wieder mit OK. Wähle nun die Ebene "Schmal" und aktiviere auch hier unter Fülloptionen den "Schein nach außen". Wähle die kleinste Größe. Achte aber auch hier darauf, wie der Effekt wirkt, wenn du die Regler schiebst. Bestätige mit OK. Das war's!
Wir haben natürlich noch einen draufgesetzt und den Glow-Effekt bei einem Farbspritzer angewendet und ein bisschen gebastelt. Lasst euch inspirieren und seid experimentierfreudig!



